Cyrano & Bergerac

Compagnia Finzi Pasca

Adaption und Regie:

„Die bekannten drei fälligen Paukenschläge und der Vorhang geht auf. Heute wie gestern, wie morgen, mischt sich unters Publikum das Beste und das Schlechteste der Gesellschaft: Diebe, Dichter, Philanthropen, Verräter, Zensoren, freie Geister, Journalisten und Programmierer aus anderen Theatern. Die Bühne füllt sich mit Echos, mit Seiten voller Verse, mit Heldentaten und Liebesbriefe, mit Blutflecken, die aus Tomatensauce gemacht sind, mit Schwertkämpfe und Coups de Théâtre. Die beiden Clowns sterben in Ekstase und fallen im Schmerz in Ohnmacht, sie tauschen sich die Rollen und die Nasen. Wird es vielleicht diesem tragikomischen Duo gelingen, den perfekten, unbesiegbaren und unwiderstehlichen Geliebten auf, leben zu lassen? Wird es vielleicht so sein, dass sie all die Damen im Publikum verführen und ihnen zusehen wie sie ohnmächtig in ihre Arme fallen werden? Und wird es vielleicht so sein, dass sie durchs Publikum schleichen werden um den so sehr begehrten Kuss zu empfangen, während der Geist von Cyrano auf der Bühne bleibt, mit einem süffisanten Lächeln schauend (denn sein immaterielles Wesenhindert ihn jedoch den gewünschten Preis zu erhalten)? Was auch immer geschehen wird, werden die beiden darum kämpfen, die Geschichte mit Einfachheit und tiefster Liebe zum Theater zu erzählen. Sie werden die Gelegenheit dieses wunderbaren und außergewöhnlichen Textes nutzen, um das Stück so zu erzählen dass man lacht und weint, so wie in der ewigen Tragikomödie des Lebens. Hugo Gargiulo und Antonio Vergamini

Presse: 
 „Von Sunil ein großer Cyrano“ Mit der Einfachheit und Direktheit, die seit immer die Arbeit des Teatro Sunil prägt, wird auch der romantische Held mit einer spielerischen und clownesken Komplizenschaft konfrontiert, aber im Gegensatz zu anderen Fällen, mit einem schauspielerischen Engagement von großem Interesse. Die beiden Spieler alternieren sich in der Interpretation der Figuren in einer wertvollen Zusammenfassung, welche nichts an der Komödie, an der Handlung und an der Poesie ändert, die in der Arbeit von Rostand enthalten ist. Begleitet von musikalischen Einlagen komponiert von Maria Bonzanigo, wird der kleine Raum in Magadino das eigentliche Miniatur Theater einer galoppierender Fantasie, die uns erobert. Bilder, evoziert durch geflüsterte Augenzwinkern, durch ein Bühnenbild, das auf die Puppenstube zurückgreift um die Stimmung darzustellen werden winzige Schwerter und Säbel verwendet um die blutigen Duelle wieder zu beleben, der Austausch von Rollen, die meisterhaft orchestriert sind, um den Zuschauer zu einem tragischen aber delikaten Ende zu führen. Beide Schauspieler sind sehr talentiert. Der uruguayaner Hugo Gargiulo mit seinem iberischen Akzent gibt den Träumen von Cyrano einen unbeabsichtigten Hauch von Magie. Antonio Vergamini hat diese Verve des ironischen und ganz normalen Alltags, in der sich das Publikum von Anfang an wohl fühlt.
Ein gut eingespieltes Duo und ein Stück, das reibungslos über eine Stunde durch fliesst. Die Regie, Komplizin dieser qualifizierten Bearbeitung des Textes, die die Substanz der Handlung intakt hält, zeigt die wichtigsten Episoden und gibt an den richtigen Stellen dieser feurigen und zarten Gascon Poesie, die richtige Betonung. Eine schöne Sommer-Überraschung, die man mit Sicherheit während der kommenden Theatersaison wiederzusehen bekommt „
 George Thöni, Aktion vom 31. Juli 2002 – Lugano, Schweiz 


Ein „Cyrano“ zwischen Surrealismus und Parodie. Gargiulo und Vergamini sind in dieser Bearbeitung von Rostand gute Schauspieler sowie Regisseure. Die Show ist eine fantasievolle Neuinterpretation des berühmten Pièce des französischen Autors, aber auch eine kontinuierliche Wiedergabe der Kunst des Theaters und der Schauspielkunst. Die Schauspieler, beide mit falscher Nase und sich in einem minimalen Bühnenbild bewegend, decken alle Rollen selbst, und um es noch schlimmer zu machen, interpretieren sie wiederum die gleichen Charakteren, als würden sie einen Hut austauschen, welches genau das Element der Unterscheidung zwischen den beiden ist. Oben drauf, interpretieren die Schauspieler auch sich selbst, das heisst zwei Schauspieler, die ein Theaterstück auf der Bühne einstudieren, die falsch in den Text einsteigen, direkt aus dem Skript lesen, mit Licht-und Tontechniker interagieren oder die Verse von Shakespeare mit denen von Dante verwechseln. Cyrano & Bergerac ist daher eine Anpassung des ursprünglichen Stückes von Edmond Rostand, die, obwohl sie die Schwerpunkte der Erzählung wiedergibt, manchmal zu einer Parodie des Stückes und auch des Theaters selbst wird. Eine Show, wo man lachen kann, aber die gleichzeitig die tragischen Aspekte des ursprünglichen Cyranos beibehält, nicht zuletzt das traurige Ende. Gute Schauspieler, sowie Regisseure der Anpassung des ursprünglichen Textes „
 Fernando Lavezzo, Corriere del Ticino vom 20. Juli 2002 – Lugano, Schweiz.

„Bemerkenswert ist die Herausforderung vom uruguayaner Gargiulo, gezwungen in einer Sprache zu spielen, die nicht die seine ist und er beherrscht, ohne sich zu verhaspeln, die intensiven Rhythmen der Sprache im verbalen Duell mit Vergamini. Die neue Show von Sunil stellt sich somit wie ein Spaß dar, fein und gemessen, die den „Sunil Styl” wiederholend, welcher aus Beschwörungen, Hinweisen und Poesie gemacht ist, die auf der Bühne sich in Objekte verwandeln, die aus dem großen Haus in Magadino aus irgendeinem vergessenen Koffer stammen: ein Schaukelpferd, ein Sonnenschirm, Kleiderbügel, ein Schreibtisch, eine große Schüssel, ein Puppenspiel … Gargiulo und Vergamini haben auch am Text gearbeitet, den ursprünglichen ausgefeilt mit kleinen Hinweisen auf andere Werke. Ihr Hauptverdienst liegt jedoch im Schauspiel und in der Regie, um welche sie sich selbst gekümmert haben, und die einen externen Blick nicht vermissen lässt“
 Gianfranco Helbling, Die Region 20. Juli 2002 – Lugano, Schweiz 


„Cyrano & Bergerac, eine anspruchsvolle und witzige Anspielung auf die konstante Verdoppelung, im Titel angedeutet, aber schon in der berühmten Arbeit von Rostand implizit, auch wenn auf einer andere Ebene, zwischen Form und Substanz. Doch Hugo Gargiulo und Antonio Vergamini (die auch Anpassung und Regie führen), brechen in einer clownesken und kindischen selbstironische Mimesis (mit Mini-Szenarien, Objekten, Spielzeugen), oder im metatextuellen Spiel aus (Reime, Styl Übungen…) indem sie sich die Rollen austauschen und indem sie das Tragikomische, dass bereits im Original-Meisterwerk zu finden ist und dessen wichtigste Punkte alle da sind, hervorheben, um dann einen Doppel-und Specularen Tod zu erreichen. „
 Manuela Camponovo, Journal of the People von 28 Oktober 2002 – Locarno, Schweiz 


„Eine gute Leistung der Schauspieler in diesem minimalistischen Stück, die die Maße der vielfältigen Möglichkeiten des “ Theater im Theater „, bereits im Text vorhanden, vorgab, und die mit speziellen Anregungen diesen ersten Abend der Stadt-Event eröffnet hat“
 Seva Monti, Luna nuova vom 16. Juli 2002 -. Turin, Italien