Visitatio

Compagnia Finzi Pasca & Carbone 14

„Wie Schatten, aus dem unbekannten Ort der Erinnerung, der Illusion oder der Magie, kommen uns manchmal seltsame Präsenzen besuchen. Sie haben die Konsistenz eines Déjà-vu, die Dichtigkeit eines Traums, die Stärke eines Rückrufs. Und so, plötzlich, öffnet sich vor uns eine Welt der Erinnerungen, die uns unbekannt ist, die uns einen Blick in die Zukunft werfen lässt und die uns Fetzen der Vergangenheit, die sich überschneiden, sehen lässt. Man hat das Gefühl von Boten, von Trägern von Geheimnissen und von vergessenen Bildern und Ahnungen besucht zu werden. Ich denke, jeder wurde mindestens einmal besucht. Wir alle haben schon seltsame und geheimnisvolle Begegnungen erlebt. Es gibt auch Orte, die diese Ereignisse anziehen.

Unter diesen Orten gibt es Bootsstege und Landstriche, die wie Brücken zwischen Himmel und Meer hingeworfen sind. Orte, an denen man sich zurückziehen kann, um einen Moment mit sich selbst allein zu bleiben, einsame Schiffbrüchige. Die Bootsstege füllen sich mit dem Gerede von Anglern die immer dort sind, am Meer hängend, mit einem dünnen Nylonfaden: das dichte Schweigen der Dichter, das Erstaunen der Touristen, der Wunsch der Frauen, von zu Hause wegzulaufen. Wie ein Bootssteg, ist die Bühne eines Theaters, ein Ort, der bestimmte Besuche anzieht. Ein Theater ist kein Theater ohne seine Geister. Man atmet antike Luft ein, Staub, und wenn man leise ist kann man Echos wahrnehmen; es sind Phrasen, Gelächter, Tränen, Liebe und Verrate, es ist der Klang der Menschheit der, wäre man in der Lage ihn aus der Ferne zu hören, scheint als würde man immer im Wahnsinn feiern. Theater sind wie Muscheln, in denen sich das Rauschen des Meeres, das die Menschheit ist, aufbewahrt.
Theater sind voller Zweifel und Unsicherheiten von uns Theaterleuten, einem Volk voller Zweifel, Theorien und abenteuerlichen Techniken, welche erfunden werden um das wahr zu machen, was geboren wird, um das Spiegelbild der Realität zu sein.
Diese Kreation, in Form von Rhapsody, wird durch Traumbilder entschlüsselt, mit kleinen Tricks, die das Theater bietet, von gemalten Horizonten über riesigen Gazen, bis hin zu den Engeln, die fürs Leben an Seilen und Flaschenzügen hängen, und unzählige Fragen und Kontroversen die hinter den Kulissen zwischen den Schauspielern und Tänzern stattfinden. Es ist keine Geschichte, weil es viele sind, zur gleichen Zeit.

Wer diese Reise, zwischen der Realität des theatralischen Spiels und der Magie der Illusion begeht, ist Ana, die von all den anderen Darstellern dieser Show an der Hand geführt wird durch einen Weg, der eine Reproduktion eines Irrgartens ist, wo keine präzise Geschichte erzählt wird und wo alles auf etwas Träumerisches deutet. Visitatio ist all denjenigen gewidmet, die nie aufgehört haben in ihren Träumen, im nächtlichen Himmel, in den alten Geschichten, in den langen Wartezeiten, in der Lust am feiern, den Sinn dieses seltsamen Spiels zu suchen, in welchem wir als tragische Komödianten rezitieren“.

Bewertungen: 
 „Lebendig, ungepflegt, unberechenbar, faszinierend, geheimnisvoll, seltsam, schimmernd, all dies ist auf der Bühne zu sehen. Sehr italienisch. Es ist brilliant, es bewegt, es begeistert. Ein faszinierendes Theatererlebnis, das das Publikum sehr begeistert hat. Ana bringt uns ständig zum Wesentlichen. Sie ist oft diejenige, die das verkörpert was schön und zart ist, man nimmt ihr alles ab, man weiß, dass sie es tut, weil sie es glaubt. Sehr sehr schön, sehr verschieden von dem, was man normalerweise sieht“
 Marie-Christine Blais, SRC Radio – 22. November 2000 – Montreal, Kanada

„Visitatio, oder die notwendige Fusion der Künste auf der Suche nach Wahrheit, Schönheit, und Absolutes. Die Absichten wirbeln, spiegeln sich im Publikum oder in den Darstellern wieder, und unter der Regie von Daniele Finzi Pasca, entstehen die Bilder, die sich uns einprägen. Und unsere Phantasie öffnet sich wie eine Tulpe bei der ersten Sonne im Frühjahr. Oft fangen uns Lach-Ausbrüche ein und manchmal erwischen uns die Tränen, und so lassen wir uns von der lebendigen und heiteren Fähigkeit von Finzi Pasca tragen. Heute Abend hatte ich wirklich den Eindruck, Zeuge der Geburt eines großen und poetischen Meisterwerks zu sein. Es ist selten. „
 Pierre Thibeault, Ici vom 23. November 2000 -. Montreal, Kanada “

Ein Engel geht vorbei… an der Usine C. Der Zauberstab wird von diesem italienisch-sprachigen Schweizer, der die Magie auf eine natürliche Art erschafft, nicht gebraucht. Sie lebt in seinen Adern. Sie gibt seinen Shows die Form. Diese Magie wird hier das Objekt der Show. Antonio Vergamini offeriert eine scharfe Beschreibung… die rührende Naivität seiner begeisterten Rede erinnert an die „Ausbrüche“ von Roberto Benigni. Das Charisma ist besonders gross bei den aus Lugano kommenden Darstellern. Sie spielen mit dem Herz in den Händen. Und, im Fall der strahlenden Dolores Heredia, auch mit Feuer in den Augen. Von Carbone 14, lässt Yves Simard regelmäßig die Innerlichkeit seiner sensiblen Figuren zeigen und Katia Gagné präsentiert sich solide in ihrer unerschütterlichen Anmut. Es bleibt das Gefühl, dass die Lieblichkeit, die Ruhe, die zarte Komik und die Poesie möglich sind. Insbesondere dann, wenn die Tragödie sich gleich daneben befindet. Theater, also, dass Hoffnung gibt”. Jennifer Couelle, La Presse vom 23. November 2000 -. Montreal, Kanada

„Sie haben alle Chancen, dem unschuldigen Charme von Visitatio von Daniele Finzi Pasca zu erliegen. Eine Gegenüberstellung des deutschen Expressionismus, Pirandello und französischen Impressionismus, mit einem Hauch von Mary Poppins und Peter Pan. Manchmal lustig, oft poetisch. Die sieben Akteure arbeiten zusammen wie eine Familie. Die strahlende Ana bricht die Stereotypen durch die Verkörperung der engelhaften Rolle mit einem Vertrauen ohne Unsicherheiten, der sie in mehr als einer Szene herausstechen liess. Visitatio bewegt sich wie eine Motte um das Licht in der Nacht. Seine Bilder sind ergreifend. „
 Pat Donnelly, The Gazette vom 23. November 2000 -. Montreal, Kanada

„Es ist eine Gewohnheit geworden (der Besuch von Teatro Sunil), auf die man nicht mehr verzichten können wird. Eine magische Welt, gut gelungen und erstaunliche Bilder. Ein großartiges Stück.“
 J. Despins, SRC – 23. November 2000 – Montreal, Kanada

„Die Öffentlichkeit hat die Wärme des sublimen humanistischen und höchst erfinderischen Visitatios von Daniele Finzi Pasca genossen. Die Magie des Textes eines Italo Calvino traf die visuelle Allegorie von Federico Fellini. Eine brilliante und subtile Reflexion über List, Gefühle und Wahrheit. Pasca hat sich mit kompetenten Leuten umgeben, wie die sehr schöne Musik (Maria Bonzanigo), die avantgardistischen Lichter (Jan Komareck) und die „Illusionen“ von Visitatio (Alexandre Lemay) beweisen. Vom Barock und der Parodie zum Humor und der Emotion, vorsichtig auf der Linie vorantreibend, ohne ins Sentimentale zu fallen. Lin Snelling hat eine majestätische Bühnenpräsenz. Es ist nicht Finzi Pascas erster Besuch in Montreal, und hoffentlich nicht der letzte. Es fällt mir schwer, mich an einen anderen so vollkommen glücklichen Abend von intelligentem Theater zu erinnern“.
 Alan Conter, The Globe & Mail am 24. November 2000 -. Toronto, Kanada

„Ein ironisches und satirisches Stück, in dem die Berufe des Schauspielers und Tänzers, und wiederum das Leben selbst, parodiert werden. Visitatio lädt das Publikum ein die Bühne ständig zu betreten und zu verlassen, Räume und Ideen zu bewegen, oder die vielen Geschichten zu interpretieren, in dem man sich vorstellt sie gingen von nur einer einzigen aus. Akrobaten, Musiker, Tänzer, die zwischen dem Scheitern und dem Versuch leben, die zwischen der Aktion und der Diskussion verloren gehen, mit einem ständigen Hauch der Anmut.“
 Maria Luisa Lopez, Milenio von 21. Oktober 2001 – Mexiko-Stadt 


„Sie besuchen die Vorstellungskraft. Mit einer onirischen und poetischen Kraft haben Sunil und Carbone 14, das Stück Visitatio im Teatro Principal präsentiert. Was aus dieser Show von Finzi fasziniert, ist die Feinheit und das Genie: die Schauspieler spielen ein Meisterstück des Theaters im Theater. Alle Interpreten strahlen eine beispielhafte Natürlichkeit aus und halten einen agilen Rhythmus, der das Publikum in der Magie eingetaucht hält, und somit Komplize der Darsteller selbst wird. Visitatio ist eine Hommage an die Vorstellungskraft und an die Fähigkeit zu überraschen. Die 400 Zuschauer, die das Teatro Principal am Dienstag füllten, haben das Stück mit Begeisterung begrüßt. „
 Luis Meza, A. M. 26. Oktober 2001 – Guanajuato, Mexiko

„Mit Visitatio sammeln Teatro Sunil und Carbone 14 Träume ein. Ein Mädchen wühlt in den Wahrheiten der Welt. Und in dieser Tat ist ihre Verschiedenheit, die von dem Engel der die Erde besucht und die Transparenz von dem Fisch, der sich leuchtend in den Gewässern ihres Zustandes bewegt, hat. So ist Ana. Sie hört Stimmen, die niemand hören und sieht Wesen, die kein Auge sehen kann. In diesem Imaginären ohne Zurück, so groß wie das Schweben der Gedanken, wird die Reise eines Tanzes geboren, den sie allein auf der Bühne eines verlassenen Theaters tanzt. Dieses ist das erste und das letzte Bild, und dazwischen kreuzen sich Geschichten und das Theater wird von Präsenzen, von kleinen Wundern, außergewöhnlichen Leistungen und großen Bedürfnissen bewohnt. Das Theater ist Gedanke und findet statt. Wenn es sich verkörpert- oder wenn man es interpretiert- nimmt es die Form des Spiels, des Schmerzes und der Freude an. So erstellt man seine Vollkommenheit. Visitatio ist auch eine ästhetische Forschung, eine unsichtbare Ordnung in das Chaos der Erinnerung und in die Darstellung. Aber Finzi ist das nicht genug, die Überlegung einer Art zu arbeiten- Wesen, die gemeinsam über die Bühnenkunst sprechen- erforscht, sucht und fragt er und baut eine ganz subtile Ironie auf. Die Überlegung fragmentiert und überschneidet sich, erzählt Geschichten und kehrt zu ihrem Ursprung zurück: an das einsame Theater, wo ein Mädchen- das alle Altersstufen hat und alle Gegensätze vereint- ihren ersten Tanz für die unsichtbare Welt unserer Wahrheiten tanzt „
 Maricruz. Jiménez Flores, Crónica vom 3. November 2001 – Mexiko-Stadt

Visitatio ist wie ein Baum mit verschiedenen Wurzeln, alle an der Oberfläche und dem Publikum freiliegend, wie Mangroven, die in der Lage sind, sich ziemlich ungewöhnlich zu ernähren, zwischen salzig und süß, mit Wurzeln wie Spinnenbeine und einer gewissen Schönheit. Ein Arm ist das Konzept der Realität, der ander der Begriff der Kunst, der dritte die Brücke zwischen verschiedenen Disziplinen und vielleicht ist der vierte die Treue zu sich selbst… na ja, ein sehr robuster Baum, der mit der Fragilität spielt um eine gewisse Festigkeit als Produkt der Kunst zu erreichen. In diesem Fall erscheint Finzi Pasca nicht auf der Bühne, aber er ist immer durch seine Leute präsent und die Handlungen, die er realisiert, bestehen immer aus List und Naivität, sehr im Einklang mit der Rede, die heute das Welttheater hält, aber immer in einer sehr persönlichen Art es anzugehen „
 Bruno Bert, Tiempo Libre vom 8. November 2001 -. Mexiko-Stadt

„Visitatio, wie ein fröhlicher und leichter Traum. Es ist die Musik, die eine wirksame Rolle als Protagonistin für den Fluss der Show spielt, fürs Kreuzen von Situationen; die visuellen Handlungen, die von der Bühne aus verbreitenen Emotionen, ein Schwarm von Kulturen. Man reizt die Fähigkeit zur Zärtlichkeit, die Überraschung, die naivität des Zuschauers, mit kleinen und großen Kontrasten, wo Leichtigkeit und Freude dominieren. Visitatio ist eine Hommmage an diejenigen, die auf der Bühne arbeiten, ein Beschwörungsspiel, eine Zelebrierung der Unterschiede.“
 Luz Emilia Aguilar Zinser, Reforma vom 9. November 2001 – Mexiko-Stadt

„Die Abfolge der Bilder ist lyrisch, sie will die scheinbare Widersprüchlichkeit des Traums erreichen, während sich die Realität in der überzeugenden Natürlichkeit von Ana Heredia abspielt, die sich auf der Bühne, in der Unschuld ihres einfachen Seins, eine Bindung mit der Welt verschafft. Der Reporter bewundert das Einsetzen eines Süd-Kalifornianischen Gran Finale, in dem das Volksfest als eine andere Form der suspendierten Zeit exaltiert wird, als eine weitere mögliche Ruptur des gewöhnlichen Raumes, in welche unsere Geister sich hineinschleichen können.“
 Rodolfo Obregón, Proceso vom 11. November 2001 – Mexiko-Stadt

„In Visitatio ist die Bühne voll von onirischen Präsenzen: das Theater als Spiegel der menschlichen Seele. Bilder und Poesie fliegen über die Bühne. Die Schauspieler materialisieren Träume und Wünsche in Bilder, die von der Leinwand eines gewissen surrealistischen Gemäldes entlehnt zu sein scheinen. Unterstützt durch den Zauber des Theaters und der Stärke von Ana Heredia, wie eine Art dünner Draht, mit dem man eine Brücke zwischen Realität und Illusion schaffen kann, erreichen die Darsteller dieses Stückes, kreiirt von Daniele Finzi Pasca, ein Wunder, ein poetisches Porträt des Theaters als Spiegel der Welt. So, dass mit minimalen Ressourcen, teatralischen Maschinen und die Musik von Maria Bonzanigo, die beiden Gruppen weit über die vier Wände des Theaters, über den sie sich Fragen stellen, hinausgehen“
 Silvia Ruano, El Norte vom 16. November 2001 – Monterrey, Mexiko

„Es ist nichts Neues, dass es die Schauspieler und Regisseure selbst sind, die sich über die Notwendigkeit und die Funktion des Theaters Fragen stellen; die über Form und Inhalt forschen; aber, zumindest in Mexiko, ist es ein seltener Fall, dass es mit einem lustigen, ergreifenden, verspielten und chaotischen Ton realisiert wird, und darüber hinaus auch noch makellos erscheint. Visitatio, von Daniele Finzi Pasca, ist all dies und vieles mehr. Dieses Stück überrascht und bewegt: Anekdoten, Bilder, ein aufgeweckter und intelligenter Text, der den Zuschauer vom Lachen zum Nachdenken, von der Poesie zur Hinterfragung, vom Traum zur Realität bringt. Wenige Vorstellungen bringen all diese Eigenschaften in einer Struktur hervor, die in reiner Harmonie und ehrlich sind. Aber wenn es jemanden gibt, der seine Ressourcen genau kennt und den Weg diese gut vorzuführen weiss, das ist Finzi. Dieses Stück ist der Beweis dafür, denn hier fasst er, auf eine erfolgreiche und überzeugende Art seine Philosophie zusammen. Es gibt viele Geschichten, die erzählt werden, aber keine ist zu viel, jede unterstützt diese Gedanken von Anfang bis Ende, keine stört oder vermindert die anderen, im Gegenteil, sie adaptieren sich zu einer Art dramatischer Spirale, die den Zuschauer und den Schauspieler zur Katharsis, zur Reinigung von Vorurteilen und Unterstellungen führt. In Visitatio sind auch die Töne und die Schattierungen ein verführerischer Abgrund, charmant, aus einem fremden – aber nicht weniger effektiven- bittersüßen Gefühl zwischen Zärtlichkeit und Pathos, zwischen dem Erhabenen und dem Lächerlichen. Ana ist keine Schauspielerin und sie ist weit davon entfernt, eine ganz gewöhnliche Frau zu sein; sie hat die Gabe der Kontemplation in sich, etwas, was in anderen Zeiten ein Engel genannt würde und was dem Stück Wahrhaftigkeit und Transparenz gibt. Der Zuschauer ist bewegt, er wird durch verschiedene Stimmungen geführt, die in Verbindung mit dem was auf der Bühne geschieht stehen, wo die dramatische Spannung ausreichend flexibel ist um im richtigen Moment anzuspannen und wieder zu entspannen, um Luft zu geben, um den Bildern, den Worten, den Pausen das richtige Gewicht zu geben. Das Publikum kann nicht anders als Visitatio stehend zu applaudieren, eine geglückte Show mit einem klangvollen Echo und einer unerschöpflichen Energie. Den mexikanischen Theaterleuten darf es nicht- oder sollte es nicht -schwer fallen, die Arbeit von Finzi als einen wertvollen Beitrag zu erkennen, sowohl künstlerisch als auch menschlich“
 Michelle Solano, La Jornada, 18. November 2001 . Mexiko-Stadt

„Sunils Traum ist Wirklichkeit geworden. Es handelt sich um großes Theater überhaupt. Visitatio scheint eine perfekte Synthese von Kunst der beiden Gruppen zu sein. Das Ergebnis ist poetisch und schön. Auf der Bühne gibt es eine Gruppe von ausgezeichneten Schauspielern aus verschiedenen Ländern, die sich alle mit ihrer ganzen Persönlichkeit in das Stück geben in einem faszinierenden sprachlichen Chaos. Dank auch einer hervorragenden technischen Leistung (sehr beeindruckendes Licht), begeistert Visitatio dank seiner Fähigkeiten zu evozieren, seiner Zärtlichkeit, mit der der Zuschauer an der Hand genommen und in eine andere Welt geführt wird, die aber nicht weniger wahr zu sein scheint, begleitet von der schönen Musik von Maria Bonzanigo. Der Autor und Regisseur Daniele Finzi Pasca hat seine Bilder in einfache aber effektive Bühneneffekte übersetzt. Wer Visitatio sieht lässt sich von einem Zauberspruch entführen der an Fellini erinnert, subtil und kräftig, ergreifend, aber immer lächelnd. Ein langer, gefühlter und verdienter Applaus für eine überraschende und nicht zu verpassende Vorstellung“. Gianfranco Helbling, La Regione vom 29. November 2001 – Bellinzona, Schweiz

„Der Kraft des Traums gewidmet. Der Zeitpunkt und das Tempo des Stückes sind bereits perfekt einstudiert so wie die Harmonie zwischen den Schauspielern. Wer die vorherige Produktion von Sunil kennt, wird in Visitatio die gleichen onirischen Impulse finden, die gleiche Recherche nach eindrucksvollen und poetischen Bildern, der gleiche Gedanke über die ewige, nicht aufgelöste Dichotomie zwischen Schauspieler und Mensch, zwischen Theater und Leben. „
 Antonio Mariotti , Corriere del Ticino, 29. November 2001 – Lugano, Schweiz

„Visitatio repräsentiert eine Zusammenfassung der Geschichte von Teatro Sunil, nach dem starken Geschmack von Fellini für Ironie, Farbe, surreale Fantasie und Dramaturgie. Dies ist definitiv ein Erfolg aus vielen Blickwinkeln. Beginnend mit dem visionären Plot, der sich um die Figur von Ana, ein Mädchen, das unter Down Syndrom leidet bewegt, aber deswegen nicht als unschuldige Zuschauerin sondern demiurgisch auf der Bühne steht. Ana kontrolliert, sie sieht und erträgt, und manchmal spielt sie mit. Sie singt ihr „Cielito Lindo“ und versteht alles mit den Augen ihrer Welt. Prickelnde Schauspieler, jung und frisch wie Rosen, talentiert und gut vorbereitet, bewegen sie sich meisterhaft und lassen den Traum die süße Ana umwickeln. Schönes Bühnenbild, Kostüme und Licht mit der Musik von Maria Bonzanigo und der freudigen Regie des Autors. Verdienter Applaus von einem teilweise abwesenden aber sehr engagiertem Publikum“
 George Thöni, Azione vom 5. Dezember 2001 – Lugano, Schweiz