Di Sogno e Volo

Compagnia Finzi Pasca

Es ist eine Kreation, die das flüchtige Gefühl des Fliegens, welches man oft im Traum verspürt, erforscht und erzählt. Indem ich tanze, versuche ich diesen besonderen Zustand der Grazie und Freiheit, der im Moment des Erwachens entflieht, wiederzufinden. Jedes Element dieser Kreation berührt einen dünnen Faden, der der Wiederherstellung des Schwebens dient. Anstatt nach Musik, Kostümen und Objekten zu suchen, könnte man sagen, dass sie es waren, die uns aufgesucht haben. Alles, jedes Ding, geht durch einen geheimen Weg und trägt seine Vergangenheit mit sich, und es enthüllt auf der Bühne eine ätherische, misteriöse Dimension, die in der Regel im täglichen Leben verborgen bleibt. Eine Dimension, wo alles träumt und tanzt. Das Licht spielt hier die Rolle einer Freundin, einer Vertrauten. Die Geschichte ist die von „Elvira“, von einem Leben, das über die heikle Grenze zwischen Wach und Schlaf geht. Die Worte dieser Geschichte wurden frei von Hugo und mir ersetzt mit der Assoziation von Bildern in einer Art Traum-Übersetzung. Somit wurde eine bühnenbildnerische und choreographische Dramaturgie kreiert. Wir möchten von Streben nach der Welt- Freiheit erzählen. Wenn wir nicht abheben, ist es, weil wir zu viele Steine in den Taschen haben.

Presse: Maria Bonzanigo träumt und ergreift die Flucht. Mit Di Sogno e Volo, bringt Maria Bonzanigo den Wunsch zu fliegen auf die Bühne, der durch die grandiose Interpretation, eine echte Repräsentation des onirischen Fluges wird. Ihr Haar, ihre Kleidung und vor allem ihre Hände vibrieren, und geben dem Publikum die Magie des Schwebens wieder. Selbst ein alter Holzschrank mit Spiegel scheint auf der Bühne leicht zu sein, als wäre auch er aus Traum gemacht. Ein Traum, der auch beunruhigend wirken kann, wenn durch ein geschicktes Lichter-Spiel die Spiegelfläche von Masken und Gesichtern animiert wird. In der Tat sind es die Lichter, die Marco Finzi Pasca gut orchestriert, die das tragende Element der Dramaturgie sind. In diesem neuen Stück, verfeinert Maria Bonzanigo ihre absolute Wahrnehmung der Musik, die direkt in die Geste des Tanzes fliesst. Alba Reguzzi, Corriere del Ticino am 21. August 2000 – Lugano, Schweiz

Die Musik der Show ist passend, sie fesselt sofort und die Handlung kann mit Leichtigkeit davon profitieren, die dramatische Struktur zu verfolgen. Die ganze figurative symbolische Vorrichtung wird gut in der Reihenfolge enthüllt, es triumphiert die Anmut von Magritte, eine Leichtigkeit, die die Tänzerin in der vollen Reife ihres Stils und ihrer Technik ausdrückt, mit Vertrauen und Sicherheit in einer unermüdlichen, einhüllenden, millimetergenauen Choreographie, die auf intelligente Lösungen für die Darstellung entwickelt wurde. Körper und Musik werden im Rhythmus der Einsätze verwoben, in der passenden Spirale der musikalischen Akzente. Bonzanigo läuft ihren „geheimen Weg“ mit Ironie und clownesker Naivität, die die meiste Zeit ihrer Karriere geprägt haben. Die Regie von Bonzanigo wird durch ein kluges und angenehmes Licht (Marco Finzi Pasca) unterstützt. All dies macht aus Di Sogno e Volo, eine intensive, angenehme, zarte und intelligente Show. Wir laden alle Theaterliebhaber ein, dieses Stück so bald wie möglich zu sehen. George Thöni, Azione vom 30. August 2000 – Lugano, Schweiz

Poetisch charmant und sehr persönlich die Produktion von Teatro Sunil aus dem Tessin. Beeindruckend wie die Tänzerin, die durch die Bewegung von Stoffen schöne halluzinatorische Bilder erzeugte, und die wild und romantisch sein konnte. Sowohl derwische Tänzerin als auch Nymphe, war sie imstande uns Raum und Zeit vergessen zu lassen. Heidi Zingg-Messerli, Thuner Tagblatt vom 27. April 2002 – Thun, Schweiz

Maria Bonzanigo tanzt in Di Sogno e Volo, vielleicht eine Geste die der Musik unterliegt oder entgegengesetzt ist, welche hier wieder die Rolle der absoluten Protagonistin spielt, als tragendes Element der Bewegung. Die Streicher des Kronos Quartet, zwingen den Tanz von Maria Bonzanigo mit ihnen zu reden, auf der Suche nach einer absoluten Wahrnehmung der Klänge, durch Bewegungen und Schritte, wo Leichtigkeit und Übermut verbunden werden. Warmer Applaus am Ende dieser Aufführung für Maria Bonzanigo, die, durch die Metapher des Fliegens, die freie Hingabe an die musikalische Atmung gut präsentiert hat. a.erre, Corriere del Ticino, 29. November 1999 -. Lugano, Schweiz

Eine spöttische und poetische Verführung. Auf dem Adagio von Samuel Barber, ist die Tänzerin der Vogel, der mit dem Flattern der Flügel zu kämpfen hat um zu fliegen. Es ist Melancholie der Trennung, Spannung und Lust. Die überwältigenden Noten von Piazzolla sind hingegen die Freude, die unbeschwerte Freiheit des eroberten Flugs. Ein wenig „Petruschka” und ein wenig „Carmen”. Auch hier liegt das verführerische Motiv zwischen komischer Verspottung und Poesie, kindlicher Vitalität und Unfug… Dieses weibliche Solo, mit viel Beifall, erweckt den Eindruck sehr durchgedacht und über Jahre entwickelt und konzipiert worden zu sein, fast wie ein Leitmotiv, dem Maria Bonzanigo erst jetzt in der Lage war den vollen Ausdruck zu geben, indem sie es wie ein Kleid zurechtschneiderte, und zugleich demonstrierte, dass sie eine gewisse professionelle Reife, Fantasie und Vollstädigkeit als Choreografin und Tänzerin erreicht hat. Manuela Camponovo, Giornale del Popolo vom 29. November 1999 – Lugano, Schweiz

Raffiniert, spannend, überzeugend ist das Solostück von Maria Bonzanigo. Ganz nah koexistieren hier die Gefühle der Freude und der Trauer. Unsicherheit, Hoffnung und Resignation. Auf eine superlative Art und Weise wird der Konflikt zwischen dem fondamentalen Bedürfnis nach Freiheit und das Bedürfnis nach Sicherheit und Schutz betont. Man möchte weinen und lachen, man atmet kurz auf und man hat Angst. All diese Gefühle werden von der ehemaligen Chladek-Schülerin und aktuellem Mitglied des Teatro Sunil, mit unglaublicher Intensität, getragen. Dorothea Kahr, Tanz und Gymnastik, 1/2000 „Grossartiger Kleiner Vogel“ – Schweiz

Maria Bonzanigo, eine Schülerin von Chladek und, meiner Meinung nach, eine der interessantesten Künstlerinnen der schweizer Theaterszene. Sehr musikalisch, fliessend in der Bewegung, oft rührend in ihren Botschaften. Ja, Bonzanigo überzeugt auch hier, und der Ablauf ihrer Bewegungen ist sehr interessant: völlig anders, als das was man im Ballett erreichen kann, aber nicht weniger schön. Johannes Geissler, Tanz der Dinge, Nr. 42 „Ticino Danza – ein Wichtiges Festival“ – Schweiz